BPS KI-Tools

Best Practice Sharing KI 2026: KI-Tools

Wie KI den Service messbar besser macht

Am 29. April 2026 fand an der FH CAMPUS 02 der 3. Termin der Eventreihe Best Practice Sharing „Hands on – Effizienzsteigerung durch KI im Service“ des Styrian Service Clusters statt. Im Mittelpunkt standen diesmal nicht Visionen oder Theorien, sondern aktuelle KI-Tools, konkrete Anwendungsfälle und ein offener Erfahrungsaustausch aus der Praxis.

Zahlreiche Mitgliedsunternehmen zeigten, wie stark sich der Einsatz von KI im Service bereits heute auf Effizienz, Qualität und Mitarbeiterentlastung auswirkt, und welchen Herausforderungen sie sich dabei gegenüberstanden.

Vom Workshop zur Umsetzung: Ergebnisse sichtbar machen

Zum Auftakt präsentierte Berndt Jesenko von der FH CAMPUS 02 die zentralen Ergebnisse des vorangegangenen Workshops. Aufbauend auf den gemeinsam identifizierten Pain Points im Service kristallisierten sich drei übergreifende Handlungsfelder heraus:

  • Technologie & Daten (z. B. Datenqualität, Security, Infrastruktur)
  • Organisation & Prozesse (z. B. Governance, Integration in bestehende Abläufe)
  • Menschen & Markt (z. B. Kompetenzen, Akzeptanz, Kultur)

Diese Struktur bildet die Grundlage für eine geplante wissenschaftliche Publikation des Styrian Service Clusters. Willibald Erhart von der Saubermacher Dienstleistungs AG machte beim anschließenden Impuls darauf aufmerksam, dass Unternehmen KI nicht nur als reines Zusatztool verwenden, sondern sinnvoll in Serviceprozesse integrieren sollten, um ihr wahres Potenzial zu entfalten. Darüber hinaus wird ein wichtiger Trend deutlich: KI entwickelt sich vom Assistenzsystem hin zum aktiven KI Agenten, der nicht nur Antworten liefert, sondern selbst Aktionen ausführt, etwa im CRM oder ERP.

Best Practices der Mitgliedsunternehmen: Erfahrungen teilen, sinnvolle Muster erkennen

Im Mittelpunkt des dritten Termins stand der Erfahrungsaustausch zu KI Tools, die Mitgliedsunternehmen bereits im Service einsetzen. Die präsentierten Praxisbeispiele spannten ein breites Spektrum aktueller Einsatzfelder: von KI gestütztem Helpdesk und Support über Wissensmanagement bis hin zu Prozessautomatisierung und KI Agenten.

Deutlich wurde, dass viele Organisationen bereits konkrete Produktivitätsgewinne erzielen, etwa durch schnelleren Zugriff auf relevantes Wissen, automatisierte Antwortgenerierung oder die Unterstützung komplexer, selten genutzter Prozesse. Gleichzeitig zeigte sich, dass der größte Hebel nicht im einzelnen Tool liegt, sondern in der klaren Fokussierung auf konkrete Use-Cases, einer sauberen Datenbasis und der bewussten Integration in bestehende Serviceprozesse.

Ein weiterer zentraler Lernpunkt: Flexibilität ist entscheidend. Statt sich langfristig an ein einzelnes Modell oder einen Anbieter zu binden, setzen viele Unternehmen auf austauschbare KI Komponenten, klar definierte Workflows und nachvollziehbare Qualitätskriterien. So bleibt der KI Einsatz skalierbar, kontrollierbar und anschlussfähig an kommende technologische Entwicklungen.

Über alle Präsentationen hinweg wurde eines besonders deutlich: KI entfaltet ihren Nutzen dort am stärksten, wo sie Mitarbeiter:innen entlastet, Qualität erhöht und Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen vereinfacht, und somit den Service nachhaltig stärkt und zukunftsfähiger macht.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Berndt Jesenko und der FH CAMPUS 02 für die Organisation und für die Location, beim weiteren Projektteam des Best Practice Sharing Manfred Harb, Willibald Erhart, Elisabeth Senger und Kajetan Bergles sowie bei allen Kolleg:innen für die interessanten Insights, geteilten Erfahrungen und spannenden Diskussionen!