Round Table Magna 2

Round Table @Magna

Round Table Innovationsmanagement bei Magna: Wenn Service und Innovation gemeinsam Wirkung entfalten

Am 23. April 2026 lud der Styrian Service Cluster zum Round Table Innovationsmanagement auf Initiative von Magna in Graz. Einige Mitgliedsunternehmen nutzten das Format für einen offenen, praxisnahen Erfahrungsaustausch. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Innovationsmanagement heute wirksam gestaltet werden kann, insbesondere für serviceorientierte Unternehmen.

Der Round Table bot bewusst keinen Frontalvortrag, sondern Raum für Diskussion, Reflexion und das Teilen von Best Practices. Moderiert entlang klar definierter Themenblöcke entstand ein gutes Bild darüber, was Innovationsmanagement in der Praxis erfolgreich macht und woran es häufig scheitert.

Gleich zu Beginn wurde deutlich: Innovationsmanagement ist kein einzelnes Tool und kein isolierter Bereich, sondern das Zusammenspiel vieler Faktoren. Die Teilnehmenden beschrieben Innovationsmanagement als Summe vieler Einzelaktivitäten, die ohne klare Klammer rasch an Wirkung verlieren.

Ein zentrales Thema war die Governance und das Sponsorship von Innovation. Die Diskussion zeigte klar, dass Innovation dort nachhaltig funktioniert, wo sie strategisch vom Top Management getragen, klar gesponsert und operativ wirksam verankert ist. Entscheidend ist ein sichtbar gelebtes Management-Commitment mit schnellen Entscheidungswegen und klaren Verantwortlichkeiten. Jedes Innovationsprojekt braucht eine klar verantwortliche Führung, sonst verlaufen selbst gute Ideen im Sand.

Idee ist nicht gleich Innovation
Ein wiederkehrendes Diskussionsthema war die Definition von Innovation. Einigkeit bestand darin, dass eine Idee allein noch keine Innovation darstellt. Erst wenn sie strategisch verankert, erfolgreich umgesetzt und wirtschaftlichen und/oder kundenseitigen Nutzen stiftet, wird aus einer Idee eine Innovation.

Besonders intensiv diskutiert wurde das Thema Innovationskultur. Am wirksamsten ist das Management selbst, durch klare Erwartungen, konsequentes Vorleben und das Schaffen von Rahmenbedingungen, in denen Innovation selbstverständlich ist. Dort wird Lernen ausdrücklich erlaubt, Orientierung und Führung schaffen Sicherheit. Die Teilnehmenden waren sich einig: Mitarbeitende bringen Ideen dann ein, wenn sie wissen, warum Innovation wichtig ist, wofür sie gebraucht wird und dass Fehler nicht sanktioniert werden, sondern als Chance für neue Erkenntnisse gesehen werden.

Ein zentrales verbindendes Element des Round Tables war die Rolle des Servicebereichs. Serviceorganisationen verfügen über einen einzigartigen Zugang zu Kunden, Anwendungen und realen Pain Points. Genau hier entsteht wertvoller Input für Innovation: vom digitalen Zusatzservice bis zum neuen Geschäftsmodell. Darüber hinaus entfalten viele Innovationen ihren Wert erst im Service.

Zum Abschluss lag der Fokus auf der Erfolgsmessung von Innovation. Ein klares Fazit: Zu viele KPIs hemmen, die falschen KPIs verführen zu Aktivität ohne Wirkung. Erfolgreiche Unternehmen messen weniger, aber das Richtige.

Conclusio: Innovationsmanagement braucht Klarheit und Umsetzungskraft
Der Round Table Innovationsmanagement bei Magna machte deutlich: Erfolgreiches Innovationsmanagement entsteht dort, wo strategische Klarheit, gelebte Kultur und operative Umsetzungskraft zusammenkommen. Service spielt dabei eine Schlüsselrolle als Impulsgeber, Umsetzer und Werttreiber.

Der SSC Round Table bestätigte einmal mehr den Mehrwert dieses Formats: offener Austausch auf Augenhöhe, ehrliche Einblicke in die Praxis und das Lernen voneinander.

Wir bedanken uns sehr herzlichen bei Oliver Jensen und Martina Endl für die Initiative sowie die Organisation dieses Round Tables und bei allen teilnehmenden Kolleg:innen für die wertvollen Insights!