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Best Practice Sharing KI 2026: externe Partner

Vom Austausch zur Wirkung: Die nächste Etappe der KI-Initiative

Was passiert, wenn Unternehmen ihre größten Service-Herausforderungen offen auf den Tisch legen und anschließend gezielt Impulse dafür einholen? Genau dieser Ansatz stand im Mittelpunkt des 4. Termins der Eventreihe Best Practice Sharing “Hands on – Effizienzsteigerung durch KI im Service” des Styrian Service Clusters am 16. Juni 2026.

Während zuvor Grundlagen gelegt, Herausforderungen identifiziert und erste Use-Cases aus den Mitgliedsunternehmen präsentiert wurden, lag der Fokus diesmal auf einem entscheidenden nächsten Schritt: dem gezielten Input externer Partner.

Die Grundlage bildeten die im Workshop erarbeiteten Pain Points, die viele Unternehmen gleichermaßen betreffen – etwa Wissensverlust, steigende Komplexität und Ressourcendruck. Darauf aufbauend wurden Microsoft und Fraunhofer Austria eingeladen, um genau jene Themen zu adressieren, bei denen aktuell noch Lücken bestehen. Ziel war es, konkrete Ansätze aufzuzeigen, die über den bisherigen Erfahrungsaustausch hinausgehen.

Microsoft machte zum Einstieg deutlich, dass die Technologie selbst längst verfügbar ist, die größte Herausforderung liegt vielmehr in den Organisationen. Viele Unternehmen nutzen KI noch nicht voll, weil bestehende Strukturen, Prozesse und Steuerungsmodelle unverändert bleiben. Genau hier setzt der Hebel an: Wer bereit ist, Prozesse grundlegend zu hinterfragen und neu zu denken, kann mit KI deutliche Effizienzgewinne erzielen. Gerade im Service wird dieses Potenzial besonders sichtbar. Automatisierte Routinen, intelligente Assistenzsysteme und KI-gestützte Kundeninteraktion entlasten Teams und schaffen gleichzeitig Raum für qualitativ hochwertige Kundenbeziehungen. Technologien wie Voice-Lösungen sind bereits im Einsatz und ermöglichen eine neue Qualität der Erreichbarkeit und Serviceabwicklung.

Fraunhofer Austria ergänzte diese Perspektive um einen wichtigen Aspekt: Nicht jedes Problem erfordert sofort den Einsatz von KI. Oft liegt der erste Schritt in der konsequenten Automatisierung und Optimierung bestehender Prozesse. Erst bei komplexen Daten und dynamischen Entscheidungsanforderungen spielt KI ihre Stärken voll aus. Besonders spannend ist dabei der Ansatz sogenannter Agentensysteme, bei denen mehrere spezialisierte Anwendungen zusammenarbeiten und von einer übergeordneten Instanz gesteuert werden. Dieses Modell ermöglicht eine flexible und skalierbare Umsetzung, die sich gut an unterschiedliche Unternehmensgrößen und Anforderungen anpassen lässt.

Über beide Beiträge hinweg wurde deutlich: Erfolgreiche KI-Projekte basieren auf klaren Prozessen, strukturierten Daten und einer angepassten Organisation. Gleichzeitig bleibt der Mensch ein zentraler Faktor, insbesondere bei komplexen Entscheidungen und im direkten Kundenkontakt. Gerade für kleinere Unternehmen eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten. Der Zugang zu Cloud-basierten Lösungen erleichtert den Einstieg, während gezielte Anwendungen bereits kurzfristig messbare Verbesserungen im Servicealltag ermöglichen.

Der 4. Termin machte deutlich: Die Voraussetzungen sind geschaffen. Jetzt geht es darum, die nächsten Schritte im eigenen Unternehmen aktiv zu gestalten und KI gezielt im Service einzusetzen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Beitragenden, die diesen Termin mit ihrem Wissen und ihren praxisnahen Impulsen bereichert haben. Unser besonderer Dank gilt Jörg Konwalinka und Christoph Pacher von Microsoft für die inspirierenden Einblicke in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz im Service sowie Martin Riester und Daniel Pfisterer von Fraunhofer Austria für die wertvollen Perspektiven aus der Forschung und die anschaulichen Anwendungsbeispiele.

Ein ebenso großes Dankeschön geht an Manfred Harb und das gesamte Team der Komptech GmbH für das professionelle Hosting sowie die hervorragende Organisation vor Ort!